Montag, 16. Mai 2011

Leaving Methven

Heute habe ich nun Methven verlassen. Der Abschied ist mir schon recht schwer gefallen.
Der Ort und die Umgebung sind mir ans Herz gewachsen. Hier nochmal ein Bild vom Esszimmer des Hostels aus, wenn es dunkel wurde:

Und ich habe mich auch sehr an die Leute gewöhnt und dass immer jemand um mich herum ist. Vor ein paar Tagen waren wir noch alle zusammen im Pub, hier ein Gemeinschaftsbild:

Vorne von links nach rechts: Brian (USA), der in Methven arbeitet und im Hostel wohnt, Karina (Chile), die im Hostel arbeitet, Jill (Holland), die im Hostel gearbeitet hat und wieder auf Besuch zurück kam, und ich.
Die hintere Reihe von links nach rechts: Petr (Tschechien), der das erste mal als ich in Methven war im Hsotel gearbeitet hat und auch wieder auf Besuch vorbei kam. George (Australien), Besitzer der Snow Denn Lodge (so heißt das Hostel) und Matt (England), der in Methven gearbeitet und im Hostel gewohnt hat und auch wieder auf Besuch zurück kam.
Eine sehr nette Runde, werde sie vermissen.
Ja, und die hier werde ich auch vermissen:

Honey... Keiner mehr, der mir nachts die Füße wärmt. Schnüff. Muss halt wieder die Wärmflasche ran. Bin jetzt erstmal für 2 Tage in Kaikoura und dann geht´s ab auf die Nordinsel.

Samstag, 14. Mai 2011

Lake Coleridge und Umgebung

Die Zeit fliegt nur so vorbei. Ich bin jetzt schon seit 3 Wochen in Methven und fahre am Montag weiter in Richtung Norden. Wird auch Zeit, hab ja nur noch ein bissle mehr wie 3 Wochen in NZ (wie ich gestern mit Erschrecken und Trauer festgestellt habe).
Und da heute ein wunderschöner Tag ist habe ich den nochmal genutzt und bin, wie sollte es anders sein, in die Berge gefahren, zum Lake Coleridge.
Schon der Weg dorthin ist (einmal mehr) atemberaubend schön:


Und ich bin wieder sehr nahe an die Wettergrenze gekommen, wie man auf den nächsten Bildern sehr gut sehen kann.


An der Westküste regnet es (wie so oft) und die Wolken stauen sich in den Alpen. Aber zum Glück war mein Ziel, der Lake Coleridge, noch im Schönwetterbereich.

Ein tolles Farbspiel, je nachdem, wie der Winkel der Sonne einfällt ändert sich das Blau des Wassers.

So, und das waren jetzt leider erstmal oder vielleicht sogar ganz die letzten Bilder aus meinen geliebten Southern Alpes :-( Mir blutet das Herz, wenn ich daran denke, dass ich übermorgen Goodbye sagen muss.
Aber noch ist es nicht soweit, und es werden ja noch andere schöne Dinge kommen.

Dienstag, 10. Mai 2011

Rakaia Gorge, zum Zweiten

Ich bin nochmal die Wanderung am Rakaia Gorge entlang gegangen, die ich das letzte Mal mit Nadine gemacht habe. Und dieses Mal sah alles etwas anders auch, aber vielleicht noch ein kleines bissle schöner als das letzte Mal, da die Berge jetzt ihre Schneemützen tragen und das Wasser ein unglaublich blaues Blau und Türkis war. Und viele Bäume ändern gerade die Farben ihrer Blätter, das Farbspiel war also herrlich.

Und um noch etwas Neues hinzuzufügen, das ich das letzte Mal nicht erwähnt und gezeigt habe: Es gibt auf der Wanderung einen kleinen Seitenweg zu stillgelegten Kohleminen. Es ist alles abgesperrt dort und doch oder gerade deswegen hat man ein sehr beklemmendes Gefühl wenn man davor steht.




Wenn man so in die Höhle hinein guckt wird einem mulmig und ich kann mir nicht vorstellen, dass Menschen da jahrelang, Tag für Tag, freiwillig reingegangen sind. Alles was man sieht ist tiefste Dunkelheit wenn man da reinschaut. In den kleinen Bächlein und drum herum liegt immer noch Kohle herum, was das Ganze noch düsterer erscheinen lässt.
Aber nun wieder zu schöneren Dingen und der Aussicht auf den Rakaia Gorge und die Berge:

Einfach herrlich. Und manche erinnern sich, das letzte Mal habe ich ganz schön kämpfen müssen um das Endstück, wo es nur steil bergauf geht (in der prallen Sonne), zu schaffen. Dieses Mal war das kein Problem, wahrscheinlich aufgrund der Kombination, dass ich trainierter bin als letztes Mal und aber v.a. dass es anstatt über 30 Grad angenehme 20 Grad waren.
Diese Wanderung ist eine meiner Favoriten. Und bevor ich hier weggehe werde ich sie bestimmt nochmal machen (auch wenn ich Euch von weiteren Fotos verschonen werde, soll ja nicht langweilig werden, der Blog).

Sonntag, 8. Mai 2011

08. Mai


Für Mama


Thinking of you today

I´m thinking of you today,
but that is nothing new.
I thought of you yesterday
and will tomorrow, too.
I think of you in silence
and make no outward show.
For what it meant to lose you
only those who love you know.
Remembering you is easy,
I do it every day.
It´s the heartache of losing you
that will never go away.


Freitag, 6. Mai 2011

Das Leben in Methven

Ein typischer Tag (für mich) in Methven fängt um 8 Uhr morgens mit dem Frühstück an. Um 9 Uhr beginnt die Arbeit (wenn ich nicht gerade aufgrund mangelnder Gäste mal wieder frei habe). Die Arbeit besteht aus Betten ab- und wieder beziehen, Wäsche waschen, aufhängen und falten, Küche, Badezimmer und, ja, auch, Toiletten putzen und Staubsaugen (sehr wichtig, da Honey, die Hostelkatze, momentan sehr haart).
Meistens bin ich gegen halb 11 mit der Arbeit fertig, spätestens aber um 12 (sollte mal mehr zu tun sein, weil mehr Gäste da sind wegen z.B. dem Motorradrennen vor 2 Wochen oder das Fahrradrennen dieses Wochenende). Nach getaner Arbeit schlafe ich meistens nochmal ein Ründchen :-) Was für ein Leben!
Dann gibt´s Mittagessen und danach gehe ich entweder in der Umgebung Wandern, oder fahre ein bissle Fahrrad (ja, habe mich tatsächlich nach über 6 Jahren mal wieder auf ein Fahrrad gesetzt, und es war gar nicht so schlimm) oder ich gehe ne Runde Joggen. Das sind die Aktivitäten bei gutem Wetter.
Wenn es regnet wird TV geschaut (gibt ne rieseige DVD- und Videosammlung hier), Karten gespielt, gelesen oder gequatscht.
Neben mir arbeitet immer noch die Karina aus Chile hier (die mit der dentogenen Sepsis für die Langzeit-Blog-Verfolger)
und Sebastian aus Argentinien. Und George (Australier), der Besitzer natürlich.
Und wen ich nicht vergessen darf ist Honey, meine beste Freundin hier :-) Verfolgt mich mittlerweile überall hin, Bad, Küche, Bett, Supermarkt. Mehr wie ein Hund. Sogar  wenn ich meinen Blog schreibe ist sie dabei:
Ja, und dann wird irgendwann zu Abend gegessen, meistens noch ein bissle TV geschaut, oder man geht ins mega-große Kino (der größste "Saal" hat 16 Plätze und meistens ist man alleine da drin) oder in eines der beiden Pubs (eher selten, aber ist auch mal drin). Hier seht Ihr das sogenannte "Blue Pub":
Es gibt auch noch das "Brown Pub", aber das blaue find ich besser.
Ja, und jetzt noch ein paar Bilder von Methven. Nochmal kurz: Methven liegt in den Canterbury Plains, etwa eine Stunde von Christchurch weg. Ist hier alles ziemlich flach, aber zu den Bergen sind es nur etwa 15 km, zum Strand 45 km. Ist sehr landwirtschaftlich hier und Methven wäre nicht einmal halb so groß würde es nicht so viele Hostels, Hotels, B&Bs etc geben, um im Winter die ganzen Skifahrer unterzubringen.
Von der Aussicht her mit den ständigen Blick auf die Berge finde ich es sehr schön:

Und da ich ja auch aufm Ländle aufgewachsen bin habe ich nichts gegen Felder, Schafe und Kühe ;-)

Die nächsten Tage soll es wohl wieder etwas kälter werden und regnen, aber damit muss man hier im Mai einfach rechen (ist ja quasi November hier). Die nächsten schönen Tage kommen bestimmt bald.

Dienstag, 3. Mai 2011

Am Strand von Timaru

Hört sich gut an, oder? Mit der Ausnahme von Stewart Island war ich die letzten 3 Monate in den Bergen. Und ich muss gestehen, dass ich mich nicht entscheiden kann, was ich mehr mag, die Berge oder das Meer. Jedenfalls wollte ich das Meer gerne mal wieder sehen und bin nach Timaru gefahren, eine Stadt etwa in der Mitte der Ostküste der Südinsel.
Ist eigentlich sehr schön, Timaru, vor allem durch die Lage am Meer...

... aber für meinem Geschmack ein wenig zu groß. OK, 27.000 Einwohner ist jetzt nicht wirklich groß, aber es kam mir so viel größer vor, da ich es einfach nicht mehr gewöhnt bin. So viele Autos und Menschen und Ampeln (!).
Aber man kann dem ganz schnell entkommen, indem man zum Strand geht...

...und ein wenig an der Küste entlang läuft. Dann ist man ganz schnell aus dem Gewuslel draußen.
Ich bin zu den sogenannten "Dashing Rocks" gelaufen, wo die Wellen an die Klippen prallen und das hat mir sehr gut gefallen.



Ich mag also beides sehr gerne, Meer und die Berge. Vielleicht, aber nur vielleicht die Berge ein klitzekleines bissle mehr. Aber nur vielleicht.

Sonntag, 1. Mai 2011

Big Tree

Da ich hier ja recht viel Freizeit habe in Methven erkundige ich gruendlich die Umgebung. Das ist eines der schoenen Dinge daran, wenn man eine laengere Zeit an einem Ort ist, dass man die Umgebung richtig gut erforschen kann.
Zum Beispiel gibt es suedlich von Methven den sogeannten Peel Forest:

Ist ein Waldgebiet in den Auslaeufern der Alpen, in dem man viele schoene Wanderungen machen kann. Und die ganze Zeit ueber wird man begleitet vom Gesang der Bellbirds, Fantails und Tuis.
Ich moechte Euch heute den sogenannten "Big Tree" zeigen, der schon seit uber 1000 Jahren im Peel Forest lebt. Der Name ist nicht wirklich originell, aber der Baum ist riesig.

Hab ihn nur auf 2 Fotos gekriegt, nicht perfekt zentriert, aber immerhin ist er ganz drauf. Und zwar ist der 31 m hoch und 8,4 m im Umfang. Er ist ein rakau rangatira (auf Maori), aber diese Bäume werden auch "chiefly trees" genannt..
Und hier noch ein Foto vom Big Tree und mir, damit man eine Vorstellung bekommt, wie gross er wirklich ist.
 
Schon gross, gell? :-)